Wasseraufbereitung - Mein Trinkwasser ist doch aufbereitet?

Wasseraufbereitung – Mein Trinkwasser ist doch aufbereitet?


Was entnehmen Sie folgender amtlichen Aussage? „Ziel sollte es sein, ausschließlich solche Aufbereitungsstoffe einzusetzen, die den geringeren Gehalt an Verunreinigungen gegenüber Vergleichsprodukten aufweisen oder toxikologisch unbedenklicher als deren Vergleichsprodukte sind.“ ↓

Trinkwasseraufbereitung geregelt

Dieses Zitat stammt aus der Bekanntmachung des Umweltbundesamtes über die Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren gemäß der Trinkwasserverordnung. Zwei Aspekte können Sie und ich daraus entnehmen. Einmal das unserer Trinkwasser mit festgelegten Verfahren aufbereitet wird bzw. werden muss. Und weiterhin, dass solche Verfahren zu bevorzugen sind, die am wenigsten Schaden anrichten. Ich möchte nicht zu sarkastisch wirken, aber irgendwie klingt dies ähnlich wie die Beipackzettel der Pharmaka.

Aber bleiben wir beim Thema. Halten wir fest unser Trinkwasser muss aufbereitet werden. Das ist auch anders heute nicht machbar. Dies liegt einfach an der Art unserer heutigen modernen Trinkwasserverteilung. Wasseraufbereitung ist deshalb ein unumgängliches Thema. Die Frage für Sie und für mich ist nun: Muss oder sollte ich mich dennoch mit diesem Thema befassen? Die Antwort lautet eindeutig und klar JA, das müssen wir.
An dieser Stelle möchte ich die aus meiner Sicht wichtigsten Gründe anführen.

  1. Die Wasserversorger und die übergeordneten verantwortlichen Stellen können nur eine Kompromisslösung zwischen Wirtschaftlichkeit, technisch Machbarem und gesundheitlichen Anforderungen bereitstellen. In diesem Kontext machen sie eine hervorragende Arbeit.
  2. Aufgrund der langen und unterschiedlichen Transportwege und -Verpackungen (Leitungssysteme, Zwischenstationen, usw.) kann niemals dieselbe Trinkwasserqualität an unserem Wasserhahn garantiert werden wie beim Verlassen des Wasserwerkes.
  3. Bei der Kompromisslösung (siehe Punkt 1) nimmt der Gesetzgeber ein hohes gesundheitliches Risiko in Kauf. Dies will ich nicht für mich tragen.
  4. Selbst die sehr wenigen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden in letzter Zeit oft überschritten. Diese Gefahren möchte ich nicht mit tragen.
  5. Ich möchte vor zukünftigen Gefahren geschützt sein, und nicht warten bis das träge und starre System eventuell darauf reagiert.
  6. Da fast kaum noch wirklich weiches, gesundes Wasser verfügbar ist, bedeutet Wasseraufbereitung für mich zu Hause auch Wasserenthärtung.

Die Schlussfolgerung

Diese Gründe machen es für mich inzwischen unabdingbar, auf eine eigene Wasseraufbereitung zu verzichten.
In dem heutigen Artikel möchte ich kurz auf die Punkte 1 und 2 eingehen. Das eingangs erwähnte Zitat stammt ja vom Umweltbundesamt. Aus der Bekanntmachung der Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren gemäß § 11 der Trinkwasserverordnung.
Warum führe ich die Auflistung an? Lesen Sie bitte einmal nachfolgend zitierten Text aus dieser Bekanntmachung:

Es dürfen nur Aufbereitungsstoffe (einschließlich ihrer Ionen, sofern diese durch Ionentauscher oder durch Elektrolyse zugeführt werden) zugesetzt werden, die notwendig sind, um mindestens eines der folgenden Aufbereitungsziele zu erreichen:
a) Entfernung von unerwünschten Stoffen aus dem Rohwasser durch die Aufbereitung im Wasserwerk.
b) Veränderung der Zusammensetzung des fortgeleiteten Wassers zur Einhaltung der Anforderungen an die Beschaffenheit des Trinkwassers im Verteilungsnetz bis zur Entnahmestelle beim Verbraucher. Die Anforderungen können über die Anforderungen der Trinkwasserverordnung hinausgehen, zum Beispiel hinsichtlich der korrosionschemischen Eigenschaften. Die Veränderung der Wasserzusammensetzung schließt die weitergehende Aufbereitung zu technischen Zwecken (z. B. Enthärtung) mit ein.
c) Abtötung bzw. Inaktivierung von Krankheitserregern:
– bei der Wasseraufbereitung im Wasserwerk (Primärdesinfektion),
– bei der Verteilung des Trinkwassers auf festen Leitungswegen (Sekundärdesinfektion)
sowie
– bei der Lagerung des Trinkwassers in Behältern (Sekundärdesinfektion).

Ich möchte hier auf keinen Fall irgendetwas hinein interpretieren. Oder fachliche Beurteilungen dazu abgeben.
Was ich möchte ist, dass Sie genau wie ich diese Aussagen einfach auf sich wirken lassen und dabei für sich ein Gespür wahrnehmen, dafür was diese Aussage bei Ihnen auslöst. Einfach ausgedrückt, für mich ganz persönlich, klingt das nicht nach gesundem Trinkwasser. Falls Sie, so wie ich, sich einmal die Stoffe und Verfahren anschauen wollen, die für die Desinfektion und Aufbereitung verwendet werden dürfen, können Sie sich das besagte Dokument hier downloaden.

Bundesanzeiger_BAnz AT 30.11.2012 B6

Wir von Wasserfilteranlage möchten auf keinen Fall unbegründete Ängste schüren oder Panik verbreiten, um die Notwendigkeit von unseren Produkten zu forcieren. Uns liegt vielmehr Ihr Wohl am Herzen. Wir möchten Ihnen fundierte Informationen und Denkanstöße an die Hand geben, damit Sie für sich und Ihre Familie Entscheidungen treffen können, auf die sie noch in Jahren stolz sind.

In den kommenden Beiträgen werden wir auf die anderen erwähnten Punkte näher eingehen.

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Wasserfilteranlage Heinz Kalippke

Heinz Kalippke

Autor und Betreiber bei „Wasserfilteranlage“ und „Sauberes-Trinkwasser.com“

Photo von Gabriel Rocha unter CC BY 2.0 lizenziert

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